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Klinische Expertise
Spezialisierte Hüft- und Knieendoprothetik mit Prof. Dr. Karl Philipp Kutzner
Ein künstliches Gelenk sollte nicht nach einem Standardrezept ausgewählt werden.
Menschen unterscheiden sich in ihrer Anatomie, Knochenqualität, Beweglichkeit, Aktivität und ihren persönlichen Ansprüchen.
Deshalb beginnt moderne Endoprothetik für Prof. Dr. Karl Philipp Kutzner nicht mit der Frage:
„Welche Prothese soll eingesetzt werden?“
Sondern:
„Braucht dieser Patient überhaupt eine Prothese – und wenn ja, welche Versorgung passt am besten zu seiner individuellen Situation?“
Die klinische Spezialisierung von Prof. Kutzner umfasst die gesamte moderne Endoprothetik von Hüfte und Knie – von der Indikationsstellung und Zweitmeinung über die individuelle Implantatplanung bis zur Operation und Nachbehandlung.
Schwerpunkt Hüftendoprothetik
Moderne Hüftprothesen individuell planen
Bei einer fortgeschrittenen Hüftarthrose kann der Gelenkersatz Schmerzen erheblich reduzieren und verloren gegangene Mobilität zurückgeben.
Eine moderne Hüftprothese besteht dabei nicht lediglich aus einem standardisierten Implantat.
Entscheidend sind zahlreiche individuelle Faktoren:
Anatomie des Beckens und Oberschenkelknochens
Knochenqualität
natürliche Hüftgeometrie
Offset
Beinlänge
Aktivitätsniveau
Alter und biologischer Zustand
Begleiterkrankungen
persönliche Anforderungen
Ziel ist eine stabile Implantation bei möglichst guter Rekonstruktion der individuellen Anatomie.
Besondere Expertise: Kurzschaftprothese
Kurzschaftprothesen bilden einen besonderen Schwerpunkt der klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit von Prof. Kutzner.
Ihr Konzept erlaubt es, im Vergleich zu vielen traditionellen Schaftsystemen mehr proximalen Oberschenkelknochen zu erhalten und die Prothese sehr anatomienah zu positionieren.
Prof. Kutzners besondere Expertise liegt auf calcar-geführten Kurzschaftprothesen.
Diese Implantate können – abhängig von der individuellen Situation – unterschiedliche Verankerungsstrategien ermöglichen.
Das erweitert den möglichen Einsatzbereich, macht aber gleichzeitig eine genaue präoperative Planung und detaillierte Kenntnis des Implantatkonzeptes besonders wichtig.
Kurzschaftendoprothetik bedeutet nicht einfach, einen kürzeren Schaft einzusetzen. Sie ist ein eigenes biomechanisches Versorgungskonzept.
→ Mehr über Kurzschaftprothesen
→ Wissenschaftliche Expertise
→ Kutzner Classification
Für wen eignet sich eine Kurzschaftprothese?
Bei geeigneter Anatomie und ausreichender Knochenqualität stellt die Kurzschaftprothese für einen großen Teil der Patienten mit primärer Hüftarthrose eine attraktive Versorgungsmöglichkeit dar.
Besonders interessant ist der Knochenerhalt bei jüngeren und aktiven Patienten.
Eine starre Altersgrenze existiert jedoch nicht.
Vielmehr gilt:
Nicht allein das Geburtsdatum entscheidet über die Kurzschaftprothese – entscheidend sind insbesondere Knochenqualität, Anatomie und die individuelle klinische Situation.
Auch bei älteren Patienten kann deshalb eine Kurzschaftversorgung sinnvoll sein.
→ Bin ich für eine Kurzschaftprothese geeignet?
Minimal-invasive Hüftendoprothetik
Minimal-invasive Hüftchirurgie wird häufig mit besonders kleinen Hautschnitten gleichgesetzt.
Für Prof. Kutzner greift diese Definition zu kurz.
Minimal-invasiv bedeutet vor allem, Muskeln und Weichteile möglichst wenig zu traumatisieren und gleichzeitig eine sichere Implantation zu gewährleisten.
Moderne muskelschonende Zugangsverfahren können mit Kurzschaftprothesen besonders gut kombiniert werden.
Welcher Zugangsweg im individuellen Fall gewählt wird, hängt jedoch nicht von Marketingbegriffen, sondern von Anatomie, Implantat und operativer Situation ab.
Die sichere Positionierung der Komponenten hat immer Vorrang vor der Größe der Hautnarbe.
Die richtige Indikation ist wichtiger als die Operation
Eine technisch hervorragend eingesetzte Prothese ist keine gute Behandlung, wenn die Indikation nicht stimmt.
Deshalb gehört zur spezialisierten Endoprothetik auch die Entscheidung, nicht zu operieren.
Eine Operation sollte insbesondere dann erwogen werden, wenn:
ein struktureller Gelenkschaden vorhanden ist,
Beschwerden und Bildgebung zueinander passen,
die Lebensqualität relevant eingeschränkt ist,
konservative Möglichkeiten keinen ausreichenden Nutzen mehr bringen,
und der zu erwartende Nutzen einer Operation deren Risiken überwiegt.
Ein Röntgenbild allein stellt keine Operationsindikation dar.
Entscheidend ist der Patient.
Schwerpunkt Knieendoprothetik
Nicht jedes arthrotische Knie benötigt eine Vollprothese
Arthrose kann das Kniegelenk sehr unterschiedlich betreffen.
Bei manchen Patienten ist das gesamte Gelenk geschädigt. Bei anderen beschränkt sich die Arthrose im Wesentlichen auf einen einzelnen Gelenkabschnitt.
Deshalb sollte vor einer Knieprothese zunächst geklärt werden:
Wie viel des Gelenkes muss tatsächlich ersetzt werden?
Schlittenprothese oder vollständige Knieprothese?
Bei isolierter Arthrose eines Kniegelenkabschnittes kann unter geeigneten Voraussetzungen eine unikondyläre Schlittenprothese eine Alternative zur vollständigen Knie-TEP darstellen.
Dabei bleibt ein großer Teil des natürlichen Kniegelenkes erhalten.
Sind dagegen mehrere Gelenkabschnitte deutlich betroffen oder liegen andere Faktoren vor, kann eine vollständige Knieprothese sinnvoller sein.
Prof. Kutzners Grundsatz:
So viel Gelenk erhalten wie sinnvoll – aber so viel ersetzen wie notwendig.
Teilprothesen des Kniegelenkes
Neben der klassischen medialen oder lateralen Schlittenprothese können bei bestimmten Formen der Arthrose weitere partielle Gelenkersatzverfahren infrage kommen.
Dazu gehört beispielsweise der isolierte Ersatz des Gelenkes zwischen Kniescheibe und Oberschenkelknochen.
Entscheidend ist eine genaue Analyse der Arthroseverteilung und der funktionellen Situation des gesamten Kniegelenkes.
Vollständige Knieendoprothese
Ist die Arthrose weiter fortgeschritten und betrifft mehrere Gelenkabschnitte, kann eine Knie-Totalendoprothese die sinnvollere Versorgung sein.
Auch hierbei existiert nicht nur eine einzige Operationsstrategie.
Implantatwahl, Bandführung, Alignment, Patellofemoralgelenk und individuelle Anatomie müssen in die Planung einbezogen werden.
Das Ziel ist nicht lediglich ein technisch korrekt implantiertes künstliches Kniegelenk.
Das Ziel ist ein möglichst belastbares, stabiles und gut funktionierendes Knie im Alltag des Patienten.
Fast Track und moderne Nachbehandlung
Eine erfolgreiche Endoprothese endet nicht mit dem letzten Hautstich.
Operation, Schmerztherapie, Mobilisation und Rehabilitation sollten als zusammenhängender Behandlungspfad verstanden werden.
Prof. Kutzner beschäftigt sich deshalb bereits seit vielen Jahren auch wissenschaftlich mit Enhanced-Recovery- und Fast-Track-Konzepten nach Hüftendoprothetik.
Wesentliche Prinzipien moderner Behandlung sind:
gute Vorbereitung des Patienten
optimierte Schmerztherapie
möglichst geringer Blutverlust
frühe Mobilisation
funktionelle Rehabilitation
aktive Mitarbeit des Patienten
Ziel ist eine sichere und möglichst schnelle Rückkehr in einen selbstständigen Alltag.
Wissenschaft und Operation gehören zusammen
Die klinischen Entscheidungen von Prof. Kutzner werden durch wissenschaftliche Erkenntnisse ergänzt.
Insbesondere die Kurzschaftendoprothetik zeigt, warum diese Verbindung wichtig ist:
Eine neue Operationstechnik oder ein neues Implantat sollte nicht allein deshalb eingesetzt werden, weil es modern erscheint.
Es muss nachvollziehbar sein:
Warum wird dieses Implantat verwendet?
Wie soll es verankert werden?
Für welche Patienten eignet es sich?
Welche Grenzen bestehen?
Welche wissenschaftlichen Ergebnisse liegen vor?
Genau diese Fragen verbinden klinische Erfahrung und Forschung.
→ Wissenschaft & Publikationen
ENDOPROAkademie
Endoprothetik verständlich erklärt
Viele Entscheidungen rund um Hüft- und Knieprothesen sind für Patienten schwer einzuschätzen.
In der ENDOPROAkademie beantwortet Prof. Kutzner deshalb regelmäßig wichtige Patientenfragen verständlich und auf Grundlage aktueller medizinischer Erkenntnisse.
Beispielsweise:
Für wen eignet sich eine Kurzschaftprothese?
Hüftprothese mit 50 oder 60 – ist das zu früh?
Kurzschaft oder klassischer Hüftschaft?
Wann ist bei Hüftarthrose der richtige Zeitpunkt für eine Operation?
Schlittenprothese oder Knie-TEP?
Wie lange hält eine moderne Hüftprothese?
Was bedeutet minimal-invasive Hüftendoprothetik?
→ Videos der ENDOPROAkademie
Sie möchten Ihre persönliche Situation beurteilen lassen?
Allgemeine medizinische Informationen können eine individuelle Untersuchung nicht ersetzen.
Wenn Ihnen bereits eine Hüft- oder Knieprothese empfohlen wurde, Sie eine zweite Meinung wünschen oder wissen möchten, welche Form des Gelenkersatzes für Sie geeignet sein könnte, können Sie sich im ENDOPROTHETICUM Rhein-Main persönlich bei Prof. Kutzner vorstellen.
Bereits Befunde oder Röntgenbilder vorhanden?
→ Befund prüfen lassen
Sie wünschen eine persönliche Beurteilung?
→ Zweitmeinung vereinbaren
Informationen zur Behandlung
→ ENDOPROTHETICUM Rhein-Main
